LkSG und CSDDD

Was sind das LkSG und die CSDDD?

Das Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz (LkSG) und die Corporate Sustainability Due Diligence Directive (CSDDD) verpflichten Unternehmen, menschenrechtliche und bestimmte umweltbezogene Risiken in ihren Lieferketten systematisch zu berücksichtigen. Das LkSG gilt auf deutscher Ebene, während die CSDDD einen gemeinsamen europäischen Rahmen für unternehmerische Sorgfaltspflichten schafft.

Unternehmen müssen mögliche Risiken und Verstöße ermitteln, bewerten und priorisieren. Dazu zählen beispielsweise Kinder- und Zwangsarbeit, unzureichender Arbeitsschutz sowie bestimmte Umweltbelastungen. Auf Grundlage der Risikoanalyse müssen sie angemessene Präventions- und Abhilfemaßnahmen ergreifen, Zuständigkeiten festlegen und ein Beschwerdeverfahren einrichten. Die Regelungen verlangen dabei kein garantiertes Ausbleiben sämtlicher Verstöße, sondern ein wirksames und risikobasiertes Vorgehen.

Die CSDDD orientiert sich in wesentlichen Punkten am deutschen LkSG, erweitert und vereinheitlicht die Anforderungen jedoch auf europäischer Ebene. Als EU-Richtlinie muss sie in nationales Recht umgesetzt werden. In Deutschland soll sie das bestehende LkSG künftig ablösen.

Warum sind das LkSG und die CSDDD wichtig?

Das LkSG und die CSDDD schaffen mehr Transparenz über Lieferketten und helfen Unternehmen, menschenrechtliche, ökologische und wirtschaftliche Risiken frühzeitig zu erkennen. Dadurch können sie Abhängigkeiten von einzelnen Lieferanten reduzieren, Lieferausfälle vermeiden und ihre Beschaffung langfristig widerstandsfähiger gestalten.

Nachvollziehbare Sorgfaltsprozesse gewinnen außerdem bei der Vergabe von Aufträgen, in Kundenbeziehungen und bei Investitionsentscheidungen an Bedeutung. Unternehmen, die belastbare Informationen zu ihren Lieferketten bereitstellen können, erfüllen entsprechende Anforderungen von Geschäftspartnern, Banken und Investoren schneller. Dies kann ihre Position bei Ausschreibungen, Finanzierungen und der Auswahl strategischer Lieferanten stärken.

Die systematische Analyse der Lieferkette kann zudem Ansatzpunkte für effizientere Prozesse, alternative Materialien und neue Lieferpartnerschaften sichtbar machen. Unternehmen, die geeignete Datenstrukturen und Prozesse frühzeitig aufbauen, reduzieren nicht nur den späteren Umsetzungsaufwand. Sie können verantwortungsvolle und stabile Lieferketten auch gezielt als Qualitätsmerkmal und Wettbewerbsvorteil nutzen.

Wie unterstützt Fraunhofer Sie dabei?

Der Fraunhofer-Verbund Produktion unterstützt Unternehmen dabei, Anforderungen aus dem Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz (LkSG) und der Corporate Sustainability Due Diligence Directive (CSDDD) in ihre Nachhaltigkeits- und Wertschöpfungsprozesse zu integrieren. Dabei helfen wir, Transparenz über Lieferketten zu schaffen, relevante Datenstrukturen aufzubauen und Nachhaltigkeitsanforderungen systematisch in bestehende Prozesse einzubinden.

Gemeinsam analysieren wir bestehende Wertschöpfungsnetzwerke und unterstützen bei der Identifikation relevanter Datenlücken, beispielsweise zu Lieferanten, Materialien oder Produktionsprozessen. Durch den Einsatz digitaler Lösungen und strukturierter Datenmodelle schaffen wir die Grundlage für eine bessere Nachverfolgbarkeit und Bewertung von Nachhaltigkeitsaspekten entlang der Lieferkette.

Darüber hinaus begleiten wir Unternehmen bei der Entwicklung nachhaltiger und resilienter Wertschöpfungsstrukturen. Wir unterstützen bei der Bewertung bestehender Prozesse, der Ableitung von Verbesserungsmaßnahmen und bei der Integration in eine ganzheitliche Nachhaltigkeitsstrategie.