Nachhaltiges Wirtschaften im Unternehmen
Was ist nachhaltiges Wirtschaften?
Nachhaltiges Wirtschaften bedeutet, wirtschaftlichen Erfolg mit ökologischer Verantwortung und sozialer Nachhaltigkeit zu verbinden. Neben dem wirtschaftlichen Erfolg stehen ebenso die Minimierung des ökologischen Fußabdrucks als auch die soziale Gerechtigkeit im Fokus. Das Nachhaltigkeitsprinzip wird auf Unternehmensebene umgesetzt, ohne die langfristige Wettbewerbsfähigkeit zu gefährden.
Nachhaltiges Wirtschaften fußt auf den folgenden Nachhaltigkeitsdimensionen:
- Umwelt: Das Unternehmen handelt ressourcenschonend, bemüht sich um Klimaneutralität und Umweltverträglichkeit und leistet seinen Beitrag beim Übergang zu einer Kreislaufwirtschaft.
- Soziales: Entlang der gesamten Lieferkette herrschen faire Arbeitsbedingungen, die Rechte aller Mitarbeitenden sind ausreichend geschützt und Chancengleichheit wird gefördert.
- Ökonomie: Langfristiges Wachstum und wirtschaftliche Tragfähigkeit stehen nicht im Widerspruch zu ökologischer und sozialer Nachhaltigkeit.
Für die Umsetzung im Unternehmen bedarf es einer ganzheitlichen Betrachtung der Unternehmensführung (Governance) und der Lieferkette.
Warum ist nachhaltiges Wirtschaften wichtig?
Nachhaltiges Wirtschaften gewinnt für Unternehmen aus mehreren Gründen an Bedeutung:
- steigende regulatorische Anforderungen wie CSRD, EU-Taxonomie oder Lieferkettengesetz
- zunehmende Erwartungen von Kunden, Investoren und Geschäftspartnern
- steigende Energie- und Rohstoffkosten
- Anforderungen an Klimaschutz und Ressourceneffizienz
- gesellschaftliche Verantwortung
Unternehmen, die nachhaltig wirtschaften, können Risiken reduzieren, Innovationen und Effizienz fördern und langfristige Wettbewerbsvorteile durch ein verbessertes Unternehmensimage erzielen.
Welche gesetzlichen Anforderungen gibt es diesbezüglich an Unternehmen?
Es gibt zahlreiche gesetzliche Regularien, die Unternehmen zu nachhaltigeren Praktiken in verschiedenen Bereichen verpflichten, unter anderem:
CSRD: Verpflichtung vieler Unternehmen zur Nachhaltigkeitsberichterstattung
CSDDD: Verstärkung der Verantwortung von Unternehmen entlang ihrer Lieferketten
ESPR: Neue Anforderungen an nachhaltige Produkte und den Digitalen Produktpass
Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz: Verpflichtung zur Wahrnehmung menschenrechtlicher und umweltbezogener Sorgfaltspflichten innerhalb ihrer Lieferketten
Energieeffizienzgesetz: Verpflichtung zur Verbesserung der Energieeffizienz sowie zur Einführung entsprechender Management- und Überwachungssysteme im Unternehmen